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Lachgas

Patienteninformation Lachgassedierung

Quelle: Baldus Sedation  Lachgas, oder kurz N2O, wird seit über 160 Jahren erfolgreich in der Dentalmedizin eingesetzt und gehört in vielen Ländern, wie den USA, Kanada, Großbritannien, den Niederlanden sowie in Skandinavien zum Behandlungsalltag.

N2O ist das sicherste, meist erforschte und älteste Sedativum. Es wirkt schonend, nichttoxisch und verlässt direkt nach der Behandlung den Körper. Im Gegensatz zur Vollnarkose sind Sie als Patient bei vollem Bewusstsein, wach, ansprechbar und können jederzeit mit Ihrem Behandler kommunizieren.

Auch Kinder werden in vielen Ländern problemlos mit Lachgas behandelt (in England 92% und in den USA 89%). Lachgas ist in der Kinderzahnheilkunde ein erprobtes Mittel.

Was sind die Vorteile für Sie als Patient?

  • Es handelt sich um eine schonende und individuell kontrollierbare Beruhigung bei vollem Bewusstsein
  • Lachgas bringt ein entspanntes Glücksgefühl mit sich
  • Patienten haben im Vorfeld keine Angst mehr vor Spritzen und Bohrern
  • Würgereiz und Schluckreflex werden stark minimiert, wobei die Schutzreflexe erhalten bleiben.
  • Das Schmerzempfinden wird reduziert; 20% Lachgas hat eine ähnliche schmerzstillende Potenz wie 15mg Morphin
  • Nach der Behandlung ist der Patient bereits nach nur 15 Minuten wieder verkehrstüchtig, sodass keine Begleitperson notwendig ist
  • Im Vergleich zur Vollnarkose ist die Lachgassedierung eine preisgünstige und sichere Beruhigungsmethode
  • Eine Lachgassedierung muss nicht auf nüchtern Magen erfolgen
  • Sie bleiben während der gesamten Behandlung bei vollem Bewusstsein, können sich mit uns unterhalten, fühlen sich geborgen und entspannt. Alle Schutzreflexe bleiben erhalten. Zudem geht die Zeit für Sie wesentlich schneller um.

Was fühlen Sie?

  • Kribbeln der Hände und Füße Wärmegefühl
  • Verkürztes Zeitempfinden Tiefe Entspannung
  • Gefühl der Leichtigkeit

Was atme ich da genau ein und wie wirkt es?

Während der Behandlung atmen Sie über eine Nasenmaske ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas ein. Es werden maximal 70% Lachgas und 30% Sauerstoff abgegeben. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist somit zu jeder Zeit gewährleistet.
Das Gasgemisch wird über die Lunge aufgenommen und gelangt schließlich über das Blut ins zentrale Nervensystem. Innerhalb weniger Minuten entfaltet das Lachgas seine entspannende und angstbefreiende Wirkung. Durch die verminderte Schmerzempfindlichkeit merken Sie häufig noch nicht einmal die Betäubungsspritze.
Bei Würgereizpatienten wird der Würgereiz durch Lachgas nahezu ausgeschaltet, was z.B. eine Abformung der Zähne auch bei diesen Patienten entspannt möglich macht.

Hat Lachgas Nebenwirkungen?

Weder die Atmung noch das Herz-Kreislaufsystem werden bei gesunden Patienten beeinträchtigt. Bei Patienten, die unter Asthma oder koronaren Herzerkrankungen leiden, wirkt sich Lachgas sehr angenehm aus, da mehr Sauerstoff zugeführt wird als in der normalen Raumluft vorhanden ist.
Nur im Falle einer Überdosierung kann es selten zu Übelkeit kommen. In diesen Fällen schafft die Gabe von reinem Sauerstoff sofortige Abhilfe.
Bei der Lachgassedierung ist im Gegensatz zu herkömmlichen Sedativa keine Begleitperson notwendig, da Sie bereits nach 15 Minuten wieder verkehrstüchtig sind.

Kann ich mein Kind unter Lachgas behandeln?

Eine Lachgassedierung bei Ihrem Kind ist möglich, sobald die aktive Nasenatmung funktioniert. Das Kind muss Verständnis mitbringen und aktiv mitarbeiten.
Auch für Kinder ist die Lachgassedierung völlig ungefährlich und wird von der DGKIZ empfohlen, da sie für Kinder weitaus ungefährlicher ist als zum Beispiel eine Vollnarkose.

Für welche Patienten ist Lachgas nicht geeignet? Welche Kontraindikationen gibt es?

  • Schwangere in den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft
  • Darmverschluss
  • Nach einer Augenoperation mit Glasplombe (Vitrektomie)
  • Drogenabhängige oder Patienten mit schwerer psychischer Erkrankung
  • Patienten mit akuter Mittelohrentzündung oder einer Kieferhöhlenentzündung
  • Patienten mit COPD
  • MS-Patienten nach Rücksprache mit dem Facharzt

Bei weiteren Fragen können Sie uns jederzeit in der Praxis ansprechen.